Kinesiologie

Ich lernte die Kinesiologie durch Zita Wendorff kennen, die das schon ganz lange praktiziert und damals Sekretärin in unserer DMSG-Geschäftsstelle war. Das Wort Kinesiologie (von der griechischen Vorsilbe "kin", was Bewegung bedeutet) ist die "Lehre von der Bewegung". Ich möchte versuchen mit eigenen Worten zu erklären, worum es dabei geht.

Alle Situationen im Leben, alle Gefühle und Gedanken, sind im Körper gespeichert. Negative Gedanken (oder Stressoren) und Erlebnisse können den Energiefluß blockieren. Mittels dem Muskeltest versucht man, diese Blockaden zu finden und dann durch verschiedene Methoden zu lösen. Der Muskeltest wird am Arm gemacht. Manche lassen den Arm im rechten Winkel seitlich heben, die meisten jedoch lassen ihn schräg nach vorn ausstrecken. Man hält den Arm locker. Nun wird eine Frage gestellt, auf die es nur Ja oder Nein zur Antwort gibt. Der Kinesiologe drückt leicht auf den Arm und spürt, ob der Arm stark bleibt (was Ja bedeutet) oder ob er nachgibt (was Nein bedeutet, denn dieser Gedanke schwächt den Muskel). Ein erfahrener Kinesiologe kommt so ziemlich schnell auf den Punkt. Ich möchte ein Beispiel eines MS-Patienten nennen, der gefragt wurde, ob er gesund werden will. Der Arm antwortete mit Nein. Das bedeutet dann, dass es gute Gründe gibt, die Krankheit zu behalten und somit wäre eine gesundheitliche Verbesserung durch diese Blockade gar nicht möglich. Er war selber sehr erstaunt, gab aber dann zu, dass ihm die Krankheit einige Vorteile brächte. Ein Beispiel von mir selber: Wir gingen im Alter zurück, um zu sehen, wann Blockaden entstanden sind. Zita sagte mir, die entscheidende Blockade wäre im Alter von drei Jahren entstanden. Damals hätte ich beschlossen, mich nicht mehr zu zeigen, wie ich wirklich bin (was ja das Problem vieler MS-Patienten ist). Wir wissen nicht, wie die Blockade entstanden ist, aber nur um mal ein Beispiel zu nennen: Wenn eine Dreijährige ausgelacht wird, weil sie weint, wird sie beschliessen, nicht mehr zu weinen, weil sie dann Ablehnung erfährt. Also kann sie nicht mehr so sein, wie sie eigentlich ist. Sie muss ihre Gefühle verbergen. Oder wenn sie wütend wird und die Eltern mögen das nicht, bestrafen sie dafür - also wird sie nicht mehr wütend werden, weil sie von ihren Eltern nicht abgelehnt werden will.

Solche Ereignisse können einen ein ganzes Leben lang prägen bis man ihnen auf die Spur kommt und sie lösen kann. Man kann mittels dem Muskeltest auch klären, welche Lebensmittel oder Medikamente gut für einen sind. Ich denke es ist wichtig, einen Kinesiologen zu finden, der die Sache schon lang macht. Da kann man ja nach fragen, bevor man hingeht. Im Internet findet man Seiten zur Kinesiologie, wo das sicherlich auch noch besser erklärt wird als hier von mir und wo man Kinesiologen findet. Zita Wendorff gibt für die DMSG München regelmässig Seminare am Starnberger See.

So kann man selber mal die Auswirkung negativer Gedanken auf den Muskel testen: Bei beiden Händen Zeigefinger und Daumen zu einem Ring verbinden und die beiden Ringe ineinanderhängen. Etwas entspannen und an was Positives denken (inneres Bild vom Urlaub z. B.), die Ringe auseinanderziehen und man wird merken, dass sie sich nicht so leicht voneinander lösen. Das selbe wieder machen und diesmal an etwas Negatives denken - man wird merken, dass die Ringe sich ganz leicht auseinanderziehen lassen.

Das auf dieser Seite zitierte Buch von Andrew Matthews "So geht´s Dir gut" basiert auch auf dem Wissen der Kinesiologie.

Zum Abschluß ein Text von Dr. George Goodheart, dem Begründer der Kinesiologie:

"Der Mensch besitzt ein Potential zur Wiederherstellung durch die ihm innewohnende innere Intelligenz des Organismus. Diese Regenerationsfähigkeit, mit der er ausgestattet ist, wartet nur auf unsere Hand, unser Herz und unseren Geist, um zur Entfaltung zu kommen, und erlaubt die Wiederherstellung der Gesundheit, die im Menschen natürlicherweise angelegt ist."

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