Bachblüten

Mit Bachblüten halte ich es ähnlich wie mit Heilsteinen - ich weiss nicht wie stark sie wirken können, weiss aber,
dass sie eine Wirkung haben. Zum Beispiel reagieren ja auch Pflanzen und Tiere darauf, wodurch der geistige Aspekt
des "Daran-Glaubens" wegfällt. Was mir gefällt an den Ausführungen von Dr. Bach ist, dass auch er sagt, Krankheit
ist das Ergebnis von seelisch-geistigen Vorgängen. Von dem her finde ich es interessant, sich selber zu beobachten,
um eventuelle negative und schädigende Eigenschaften wahrzunehmen und zu verbessern.
"Unsere körperliche Gesundheit ist von unserer Art zu denken und unseren Gefühlen stark
abgängig". Nora Weeks, ständige Begleiterin von Dr. Edward Bach. "Wahre Heilung tritt erst ein,
wenn es zu einer Veränderung der Lebensauffassung kommt, der Geist Frieden findet, und der
einzelne inneres Glück verspürt." (Philip M. Chancellor) Anfang des Jahrhunderts ging
der britische Arzt Edward Bach (1886-1936) seiner Beobachtung nach, daß alle Krankheiten von insgesamt
38 negativen seelischen Gemütszuständen begleitet werden. Wenn man nun jeden dieser Gemütszustände
beeinflussen könnte, so hoffte Bach, wäre man in der Lage, Menschen zu heilen, nicht nur psychisch,
sondern auch physisch Kranke. Die Wirkung der Bach-Blüten spielt sich nicht im physischen Teil
des Körpers ab, sondern im sogenannten bioenergetischen Feld, wo unsere seelischen Reaktionsmuster
mit ihren positiven und negativen Aspekten gespeichert sind. Die Bach-Blüten kann man in den sogenannten
Stock-Bottles kaufen. Die Einnahme bei vorübergehenden Gefühlszuständen empfiehlt sich wie folgt:
Zwei Tropfen Konzentrat in ein Glas Wasser geben und über 15 Minuten verteilt einnehmen. Bei längerfristigen
Behandlungen sollten Mischungen bereitet werden. Pro Blüte je 3 Tropfen Konzentrat in ein 30ml-Fläschchen
geben, das zuvor 3/4 mit stillem Mineralwasser und 1/4 mit Alkohol (zur Konservierung) gefüllt wurde.
Täglich perlt man 4 x 4 Tropfen auf die Zunge. Dr. Bach entdeckte zwischen 1928 und 1932 ursprünglich
12 Mittel, welche für die folgenden Gemütsverfassungen waren: Angst, Furcht, mentale Qualen und Sorgen,
Unentschlossenheit, Gleichgültigkeit oder Langeweile, Zweifel oder Entmutigung, übertriebene
Fürsorglichkeit, Schwäche, Selbstzweifel, Ungeduld, übersteigerte Begeisterung, Stolz oder
Reserviertheit. In seinem Buch "Heal Thyself" führte Bach jene Hauptkrankheiten auf, die für ihn
die wahren Krankheiten darstellten: Stolz, Grausamkeit, Haß, Eigenliebe, Unwissenheit, Labilität
und Gier.
Die 38 Blüten
1. Agrimony: Man versucht, quälende Gedanken und innere Unruhe hinter einer Fassade von Fröhlichkeit und
Sorglosikeit zu verbergen.
2. Aspen (Zitterpappel): Man hat unerklärliche, vage Ängstlichkeiten, Vorahnungen, geheime Furcht vor irgendeinem
drohenden Unheil.
3. Beech (Rotbuche): Man reagiert überkritisch und intolerant, kann wenig Mitgefühl und Einfühlungsvermögen
aufbringen.
4. Centaury (Tausendgüldenkraut): Man kann nicht nein sagen, Schwäche des eigenen Willens, Überreaktion
auf die Wünsche anderer.
5. Cerato (Bleiwurz): Man ist unsicher, hat zu wenig Vertrauen in die eigene Meinung und Urteilsfähigkeit.
6. Cherry Plum (Kirschpflaume): Es fällt schwer, innerlich loszulassen; man hat Angst vor seelischen Kurzschlußhandlungen;
unbeherrschte Temperamentsausbrüche.
7. Chestnud Bud (Knospe der Rosskastanie): Man macht immer wieder die gleichen Fehler, weil man seine
Erfahrungen nicht wirklich verarbeitet hat und nicht genug daraus lernt.
8. Chicory (Wegwarte): Besitzergreifende Persönlichkeitshaltung, mit der man sich bewußt oder
unbewußt überall einmischt.
9. Clematis (Weisse Waldrebe): Man ist geistig abwesend, zeigt wenig Aufmerksamkeit für das, was um einen
herum vor sich geht.
10. Crab Apple (Holzapfel): Man fühlt sich innerlich oder äußerlich beschmutzt, unrein oder infiziert, Detailkrämer.
11. Elm (Ulme): Man hat das vorübergehende Gefühl, seiner Aufgabe oder Verantwortung
nicht gewachsen zu sein.
12. Gentian (Herbstenzian): Man reagiert skeptisch, zweifelnd, pessimistisch, leicht entmutigt.
13. Gorse (Stechginster): Man ist ohne Hoffnung, hat resigniert, "es hat doch keinen Zweck mehr"-Gefühle.
14. Heather (Schottisches Heidekraut): Man ist selbstbezogen, völlig mit sich beschäftigt, braucht viel
Publikum, "das bedürftige Kleinkind".
15. Holly (Stechpalme): Man reagiert gefühlsmässig irritiert, Eifersuchts-, Misstrauens-, Haß- und Neidgefühle.
16. Honeysuckle (Jelängerjelieber): Man weigert sich bewußt oder unbewußt, bestimmte Ereignisse
seiner Vergangenheit zu verarbeiten.
17. Hornbeam (Weißbuche): Montagmorgengefühl; man glaubt, man wäre zu schwach, um die täglichen
Pflichten zu bewältigen, schafft es dann aber doch.
18. Impatiens (drüsentragendes Springkraut): Man reagiert leicht ungeduldig und leicht gereizt,
zeigt überschießende Reaktionen.
19. Larch (Lärche): Man hat Minderwertigkeitskomplexe, Erwartungen von Fehlschlägen durch Mangel
an Selbstvertrauen.
20. Mimulus (gefleckte Gauklerblume): Man ist schüchtern, furchtsam, viele kleine Ängstlichkeiten.
21. Mustard (wilder Senf): tiefe Traurigkeit, Perioden von Schwermut kommen und gehen
plötzlich ohne erkennbaren Grund.
22. Oak (Eiche): Man fühlt sich als niedergeschlagener und erschöpfter Kämpfer, der trotzdem
tapfer weitermacht und nie aufgibt.
23. Olive: Man fühlt sich körperlich und seelisch ausgelaugt und erschöpft, "alles ist zuviel".
24. Pine (schottische Kiefer): Man macht sich Vorwürfe, hat Schuldgefühle.
25. Red Chestnud (rote Kastanie): Man macht sich mehr Sorgen um das Wohlergehen anderer Menschen
als um das eigene. Zu starke innere Verbundenheit mit einer nahestehenden Person.
26. Rock Rose (gelbes Sonnenröschen): Man reagiert innerlich panisch und wird von Terrorgefühlen übermannt.
27. Rock Water (Wasser aus heilkräftigen Quellen): Man ist hart zu sich selbst, hat strenge oder starre
Ansichten, unterdrückt vitale Bedürfnisse wie Essen, Schlaf und Bewegung.
28. Scleranthus (einjähriger Knäuel): Man ist unschlüssig, sprunghaft, innerlich unausgeglichen;
Meinung und Stimmung wechseln von einem Moment zum anderen.
29. Star of Bethlehem (doldiger Milchstern): Man hat eine seelische oder körperliche Erschütterung
noch nicht verkraftet, der "Seelentröster".
30. Sweet Chestnud (Edelkastanie): Man glaubt, die Grenze dessen, was ein Mensch ertragen kann,
sei nun erreicht; innere Ausweglosigkeit.
31. Vervain (Eisenkraut): Im Übereifer, sich für eine gute Sache einzusetzen, treibt man Raubbau
mit seinen Kräften, reagiert missionarisch bis fanatisch.
32. Vine (Weinrebe): Man will unbedingt seinen Willen durchsetzen, hat Probleme mit Macht und Autorität.
33. Walnut (Walnuß): In einer Phase des inneren Neubeginns oder einer einschneidenden Veränderung
der Lebensumstände, läßt man sich verunsichern und wird wankelmütig.
34. Water Violet (Sumpfwasserfeder): Man zieht sich innerlich zurück, isoliertes Überlegenheitsgefühl.
35. White Chestnud (Weiße Kastanie): Bestimmte Gedanken kreisen unaufhörlich im Kopf, man wird sie nicht
wieder los; innerliche Selbstgespräche und Dialoge.
36. Wild Oat (Waldtrespe): Man zersplittert sich, hat unklare Zielvorstellungen, ist innerlich unzufrieden,
weil man seine Lebensaufgabe nicht findet.
37. Wild Rose (Heckenrose): Man fühlt sich apathisch, teilnahmslos, innere Kapitulation.
38. Willow (gelbe Weide): Man fühlt sich den Umständen machtlos ausgeliefert, ist verbittert
und sieht sich als "Opfer des Schicksals".
39. Rescue Remedy ("Notfalltropfen"): Mischung aus Cherry Plum, Clematis, Impatiens, Rock Rose und
Star of Bethlehem. Man ist durch Schreck und schockierende Erlebnisse aus dem Gleichgewicht gekommen.
Man ist in innerer Spannung, weil Aufregendes bevorsteht. Es gibt auch eine Rescue-Creme.
Wie gesagt, kann man die Blütenessenzen in der Apotheke kaufen. In England sind sie billiger (z. B. bei
Boots) und noch etwas billiger im Duty Free Boots am Flughafen. Man kann auch das ganze Set kaufen.
Kostet in England um die 110 Pfund, in Deutschland weiß ich es nicht.