Louise Hay

aus: "Heile deinen Körper - seelisch-geistige Gründe für körperliche Krankheit"

aus dem Vorwort zur 4. Auflage: ... Dieses kleine Buch an sich "heilt"keinen. Es weckt in dir dir Fähgikeit, zu deinem Heilungsprozess selbst beizutragen. Damit wir gesund und heil werden, müssen wir ausgeglichen werden in Körper, Seele und Geist. Wir müssen gut für unseren Körper sorgen. Wie müssen einen positive Einstellung zu uns selbst und zum Leben haben. Und wir brauchen eine starke geistige Rückbindung. Wenn diese drei Bedingungen erfüllt sind, können wir uns des Lebens freuen. Kein Arzt, kein Heilpraktiker kann uns dies geben, solange wir nicht beschliessen, zu unserem Heilungsprozess aktiv beizutragen. ...

Wähle einige der Affirmationen aus und übe sie einen Monat lang. Das wird dir helfen, dir alte Denk- und Gefühlsmuster abzugewöhnen, die du schon lange mir dir herumträgst. (Louise L. Hay, 1.2.1988)

Einführung: In dieser überarbeiteten Ausgabe möchte ich dir einen der Gründe anvertrauen, wieso ich weiss, dass - durch eine einfache Umwandlung von Gedankenstrukturen - jede Krankheit in ihr Gegenteil verwandelt werden kann.

Vor ungefähr 6 Jahren erhielt ich die Diagnose, dass ich Vaginalkrebs habe. Mit meiner Vorgeschichte, als 5jährige vergewaltigt und ein misshandeltes Kind gewesen zu sein, war es kein Wunder, dass ich Krebs im Bereich der Vagina manifestierte. Seit mehreren Jahren bereits im "Geschäft des Heilens" tätig, war mir ganz klar, dass ich jetzt eine Chance erhalten hatte, an mir selbst zu arbeiten und das zu beweisen, was ich andere lehrte.

Wie jeder, dem gerade gesagt wurde, er habe Krebs, so geriet auch ich in eine totale Panik. Dennoch wußte icht, dass geistiges Heilen funktioniert. Ich erkannte: wenn ich mich operieren liess und das Gedankenmuster nicht auflöste, dann würden die Ärzte nur immer weiter an Louise herumschneiden, bis es keine Louise mehr zu schneiden gäbe. Wenn ich mich nicht operieren liess und das Gedankenmuster auflöste, welches den Krebs verursachte, dann würde der Krebs nicht zurückkommen. Wenn der Krebs oder irgendeine andere Krankheit wiederkommt, dann meiner Meinung nach nicht, weil der Arzt nicht "alles herausholen" konnte, sondern weil der Patient in seinem Bewusstsein nichts geändert hat und sich daher wieder dieselbe Krankheit schafft. Ich wusste ebenfalls, wenn ich das Gedankenmuster auflösen konnte, welches diesen Zustand, Krebs genannt, hervorgerufen hatte, dann würde ich keinen Arzt brauchen. Also handelte ich mir Zeit aus. Der Arzt gab mir widerstrebend drei Monate, wobei er mich warnte, dass mein Leben durch diesen Aufschub in Gefahr gerate.

Ich begann sofot, mit meinem eigenen Lehrer daran zu arbeiten, die Muster aufzulösen, denen Groll zugrunde liegt. Bis zu diesem Moment hatte ich nicht zugegeben, dass ich einen tiefen Groll in mir hatte. Wir sind oft so blind für unsere eigenen Muster; "wir können den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen". Ausserdem ging ich noch zu einem Heilpraktiker, um meinen Körper vollkommen zu entgiften. Mit dieser geistigen und körperlichen Reinigung konnte ich dann nach 6 Monaten die Ärzteschaft dazu bringen, mir zu bescheinigen, was ich bereits wusste: Ich hatte keinerlei Form von Krebs mehr. Ich bewahre den ersten Laborbereiicht noch auf als mahnende Erinnerung an das Ausmass meiner negativen Kreativität.

Wenn jetzt ein Klient zu mir kommt - wie schlimm seine Lage auch sein mag, weiss ich, dass fast alles geheilt werden kann, wenn er bereit ist, auf Bewusstseinsebene daran zu arbeiten. Das Wort "unheilbar", das vielen Menschen solche Angst macht, bedeutet in Wirklichkeit nur, dass das betreffende Leiden nicht durch "äusserliche" Methoden kuriert werden kann, sondern dass wir nach innen gehen müssen, um die Heilung herbeizuführen. Das Leiden kam aus dem Nichts und wird wieder in das Nichts eingehen.

Unsere Macht liegt im Hier und Jetzt

... hier und jetzt, in unserem eigenen Bewusstsein. Es ist unwichtig, wie lange wir schon negative Muster haben oder eine Krankheit oder eine miserable Beziehung oder Geldmangel oder Selbsthass; wir können heute beginnen, das zu ändern. Unsere Gedanken und die von uns wiederholt benutzten Worte haben unser Leben und unsere Erfahrungen bis jetzt geformt. Doch das ist altes Denken, das haben wir schon hinter uns. Die Gedanken und Worte, für die wir uns heute, jetzt, entscheiden, werden unser Morgen bestimmen, wie auch den nächsten Tag und nächste Woche und nächsten Monat und nächstes Jahr usw. Unsere Macht liegt immer im Hier und Jetzt. Da machen wir die Änderungen. Was für ein befreiender Gedanke. Wir können den alten Unsinn endlich loslassen. Jetzt, in diesem Moment. Auch der kleinste Anfang ändert schon etwas.

Als winziges Baby warst du reine Freude und Liebe. Du wusstest von deiner Bedeutung. Du fühlest dich als Mittelpunkt des Universums. Du hattest solchen Mut; du sagtest, was du haben wolltest, und hast alle deine Gefühle offen ausgedrückt. Du hast alles an dir geliebt, jeden Teil deines Körpers, einschliesslich deiner Ausscheidungen. Du wusstest, dass du vollkommen bist. Und das ist die Wahrheit deines Seins. Der Rest ist angelernter Unsinn und kann wieder verlernt werden.

Wie oft haben wir gesagt "So bin ich eben" oder "So sind die Dinge nun mal". Was wir wirklich damit sagen, ist, dass "wir glauben, dass das für uns so stimmt". Meist reflektiert das, was wir glauben, nur die Meinung von jemand anderem, die wir akzeptiert und in unser eigenes Glaubenssystem aufgenommen haben. Sie passt zu den anderen Dingen, die wir glauben. Wenn uns als Kind beigebracht wurde, dass die Welt ein gefährlicher Ort sei, dann werden wir alles, was zu diesem Glauben passt, als unsere Wahrheit akzeptieren. "Trau keinem Fremden", "Geh nachts nicht aus", "Die Menschen betrügen dich" und vieles mehr. Wenn wir dagegen schon in den ersten Lebensjahren gelernt haben, dass die Welt ein sicherer und erfreulicher Aufenthaltsort ist, dann werden wir an andere Sachen glauben. "Liebe ist überall", "Die Menschen sind freundlich", "Geld kommt mir mühelos zu" und so weiter.

Nur selten stellen wir in Frage, was wir glauben. Zum Beispiel: Warum glaube ich, dass Lernen Mühe macht? Ist das wirklich wahr? Ist es jetzt für mich wahr? Woher kam dieser Glaube? Glaube ich es immer noch, weil es mir irgendein Grundschullehrer ständig gesagt hat? Ginge es mir vielleicht besser, wenn ich diesen Glauben fallen liesse?

Gehe jetzt einen Moment nach innen und fange deinen Gedanken ein. Was denkst du jetzt, in diesem Augenblick? Wenn Gedanken dein Leben und deine Erfahrungen formen, möchtest du dann, dass dieser Gedanke für dich wahr wird? Wenn es ein Gedanke voll Sorge oder Ärger, Verletzung oder Rache ist, wie, glaubst du, wird dieser Gedanke zu dir zurückkommen? Wenn wir ein Leben voller Freude wünschen, müssen wir freudvolle Gedanken denken. Wenn wir ein Leben voll Erfolg und Wohlstand wollen, müssen wir erfolgreiche Gedanken denken. Wenn wir ein von Liebe erfülltes Leben wollen, müssen wir liebevolle Gedanken denken. Alles was wir geistig oder verbal aussenden, wird in gleicher Form zu uns zurückkommen.

Hör dir einmal selbst zu. Wenn du merkst, dass du etwas dreimal sagst, dann schreib es auf. Es ist zu einem Muster für dich geworden. Schaue dir am Ende der Woche deine Liste an, und du wirst sehen, wie deine Worte mit deinen Erfahrungen übereinstimmen. Sei bereit, deine Worte und Gedanken zu ändern, und beobachte, wie dein Leben sich verändert. Es liegt in deiner Macht und ist deine Wahl. Niemand denkt in deinem Kopf ausser dir.

Mentale Entsprechungen

Das Geglückte in unserem Leben und das Missglückte sind oft die Ergebnisse unserer Gedankenvorgänge, die unsere Erfahrungen formen. Selbstverständlich möchten wir unsere guten Muster nicht ändern, denn wir schätzen ihre befriedigenden Ergebnisse. Das kranke Gedankenmuster ist es, womit wir uns herumschlagen. Wir möchten unser Kranksein in vollkommene Gesundheit verwandeln.

Wir wissen, dass allen Einflüssen in unserem Leben ein Gedankenmodell zugrund liegt. Fortwährende Gedankenmuster erschaffen unsere Erfahrungen. Deshalb verändern wir mit einem veränderten Denken auch unsere Erfahrungen.

Welche Freude war es mir, als ich zum ersten Mal diese Zusammenhänge entdeckte. Es sind die metaphysischen Ursachen, die die Erfahrungen prägen. Diese neue Bewusstheit, die Einsicht, warum ich bestimmte körperliche Gebrechen hatte und wie ich sie unbewusst förderte - das brachte eine grosse Veränderung in mein Leben. Nun konnte ich aufhören, dem Leben und anderen Menschen vorzuwerfen, was falsch lief, und volle Verantwortung für meine eigenen Erfahrungen übernehmen. Ohne mich schlecht zu machen oder schuldig zu fühlen, konnte ich sehen, wie dieser krankhafte Gedankenfluss zu vermeiden war. Zum Beispiel: Ich konnte nicht verstehen, warum ich immer wieder Schwierigkeiten mit einem steifen Nacken hatte. Dann entdeckte ich, dass der Nacken für die Beweglichkeit steht, die verschiedensten Seiten einer Angelegenheit zu betrachten. Ich war ein sehr unbeweglicher Mensch gewesen und hatte es oft abgelehnt, die andere Seite einer Frage anzusehen. Aber als ich in meinem Denken beweglicher wurde und fähig, andere Ansichten mit liebevollem Verständnis anzunehmen, hörte mein Nacken auf, mich zu plagen. wenn nun mein Nacken wieder etwas steif wird, schaue ich nach, wo in meinem Denken etwas steif und starr ist.

Das Ersetzen alter Denkmuster

Um eine Konditionierung wirklich aufzulösen, müssen wir erst einmal die Ursache dafür auflösen. Aber meistens wissen wir nicht, wo wir anfangen sollen, weil wir den Grund nicht kennen. Wenn du also sagst: "Wenn ich nur den Grund dieser Schmerzen kennen würde", dann hoffe ich, dass dieses Büchlein dir gutes liefert; einen Schlüssel, die Ursachen zu finden, und einen hilfreichen Leitfaden, um neue Denkmuster einzubauen, die der Gesundheit förderlich sind.

Ich habe gelernt, dass es für jeden Zustand in unserem Leben einen Bedarf gibt. Anderenfalls hätten wir ihn nicht. Das Symptom ist nur eine Wirkung im Äusseren. Wir müssen nach innen gehen, um die mentale Ursache aufzulösen. Deshalb können Willenskraft und Disziplin allein nichts ausrichten. Sie bekämpfen nur die äussere Auswirkung. Das ist, wie wenn man das Unkraut nur abschneidet, anstatt es mit der Wurzel auszureissen. Bevor du also mit den neuen Gedankenmuster-Affirmationen beginnst, beschäftige dich zunächst mit der Bereitwilligkeit, das Bedürfnis nach Zigaretten aufzugeben, oder nach den Kopfschmerzen, dem Übergewicht oder was auch immer. Wenn das Bedürfnis ausgeschaltet ist, dann muss auch die Wirkung im Äusseren sterben. Keine Pflanze kann weiterleben, wenn ihre Wurzel abgeschnitten ist.

Die Gedankenmuster, die mehr als alles andere Ursache für Krankheiten im Körper bilden, sind: Kritik, Groll und Schuldgefühle. So wird Kritik, wenn du ihr lang genug frönst, oft zu einer Krankheit wie Arthritis führen. Ärger verwandelt sich in etwas, das im Körper entzündlich wirkt, brodelt und brennt. Groll, lange genug gehegt, frisst und nagt, bis er schliesslich zu Tumor und Krebs führt. Schuldgefühle ziehen immer Bestrafung nach sich. Es ist soviel leichter, diese schädlichen Gedankenmuster aus unserem Bewusstsein zu entlassen, solange wir gesund sind, als zu versuchen, sie auszureissen, wenn wir in panischer Angst oder unter dem Messer des Chirurgen sind.

Die folgende Liste seelisch-geistiger Entsprechungen ist das Ergebnis langjähriger Studien, Vorlesungen und meiner eigenen Arbeit als einer spirituellen Heilerin. Sie wird sich als hilfreich erweisen zum schnellen Nachschlagen, um den seelisch-geistigen Hintergrund deiner Krankheiten zu erfahren. Ich biete sie in Liebe an mit dem Wunsch, dir bei der Verwirklichung deines Ziels zu helfen: Heile deinen Körper!

Multiple Sklerose

wahrscheinlicher Grund: mentale Härte, Hartherzigkeit, eiserner Wille, Unnachgiebigkeit, Angst

neues Gedankenmuster: Durch die Wahl von liebevollen, freudvollen Gedanken erschaffe ich eine liebevolle, freundliche Welt. Ich bin in Sicherheit und frei.

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