Literaturzitate II

Gert Mathiesen, DMSG Mittelfranken "Gedanken zu Heilung und Heilwerden"

Bodo Baginski "Reiki - universale Lebensenergie"

"Autobiographie in fünf Kapiteln" Text aus dem tibetischen Buch vom Leben und vom Sterben

diverse Texte aus einem NLP-Ordner

Caroline Myss "Auch du kannst dich heilen"

"Was die Seele mit dem Rücken macht", DAK-Magazin

Sanathana Sai Sanjeevini

Positives Denken

"Aus eigener Kraft geheilt"
Cosmopolitan 3/94

"Hoffnungslose Fälle", sagten die Schulmediziner. Da setzten diese drei Frauen auf Selbstheilung: Sie aktivierten die Kräfte der Seele im Kampf gegen die Krankheit. Sind sie medizinische Wunder? Nein, Selbstheilung ist das Ergebnis harter Arbeit am Ego. Eva Schindele schrieb die drei ungewöhnlichen Krankengeschichten auf.

Als 18jährige an Multipler Sklerose erkrankt: Alessandra, 22.

Alessandra kramt ein altes Foto heraus, das sie als 16jährige zeigt - und erschrickt vor sich selbst: ein magersüchtiger Körper. Nur noch Haut und Knochen, in schwarzen Klamotten. "Am schlimmsten finde ich diese aufgerissenen Augen, die ins Leere schauen", sagt Alessandra heute. Aus der Krankheit ihrer Jungmädchenzeit hat sie sich selbst befreit: Eines Tages fing sie einfach wieder an zu essen, aus Trotz und aus Haß: "Ich wollte meinen Eltern nicht den Gefallen tun, mich umzubringen." Die Magersucht verschwand zwar, dennoch ging es Alessandra schlecht. Zwei Wochen nach ihrem 18. Geburtstag - sie machte gerade eine Lehre als Diätassistentin - brach sie in der Lehrküche zusammen: Schwindelanfälle, Zucken in den Beinen, Seh-, Hör- und Gefühlsstörungen. Es folgten Untersuchungen im Krankenhaus, Torturen wie der Entzug von Nervenwasser, zwei wahrscheinlich unnötige Operationen an den Bandscheiben und irgendwann dann die fürchterliche Diagnose: Multiple Sklerose (MS). Diese Krankheit gilt als unheilbar. Über ihre Ursachen tappen die Ärzte heute noch weitgehend im dunkeln. Relativ sicher weiß man allerdings, daß die Psyche bei der Heftigkeit und der Häufigkeit der Schübe eine Rolle spielt.

Alessandra stürzte in schwere Depressionen, durch die sich ihr Gesundheitszustand noch weiter verschlimmerte. Einmal mußte sie sogar im Rollstuhl sitzen. Und während sie bei der Magersucht noch das Gefühl hatte, die Krankheit zu beherrschen, sah sie sich nun der MS ohnmächtig ausgeliefert. Sie fürchtete, schon in jungen Jahren dahinzusiechen: "Meine größte Angst war, zu sterben, bevor ich jemals gelebt hatte." Die Depressionen wurden immer stärker. Und die Ärzte immer ratloser: Keines der Medikamente, die sie unablässig an Alessandra ausprobierten, brachte Besserung.

Und dann stand für Alessandra plötzlich fest: Der Weg, auf dem sie sich jetzt seit über einem Jahr befand, war eine Sackgasse! Sie beschloss, keinerlei Medikamente mehr zu nehmen, sondern einen anderen Ausweg aus ihrer Krankheit zu suchen. Schon bald hörte sie von einer Psychotherapie namens KIM (Konzept-integrative Methodik), entwickelt von der hannoverschen Psychotherapeutin Hannah Schumann. Alessandra spürte schnell: Das ist ihr Weg! Vor drei Jahren setzte der Heilprozeß ein. Schritt und Schritt. Sie hatte zwar Rückfälle, die kamen jedoch im seltener. Kern von KIM sind Phantasiereisen, die der Patient mit geschlossenen Augen, aber im vollen Bewußtsein erlebt. In diesen Bilderreisen nimmt das Unbewußte Gestalt an. So fand Alessandra imaginäre Wegbegleiter: ein Mädchen, das alle positiven Anteile ihrer Persönlichkeit verkörpert - und zwei Sterne. Der eine Stern steht für Mut, der andere für Stärke.

Diese Figuren haben Alessandra in den letzten Jahren schon oft geholfen. Besonders viel Mut und Stärke brauchte sie, als sie bei einer Phantasiereise wieder erlebte, wie sie als Dreijährige mehrmals sexuell missbraucht worden war. Doch so grauenvoll diese Entdeckung war: Alessandra erkannte auch, daß dies die Wurzel ihres Leidens ist. KIM half Alessandra nach und nach buchstäblich auf die Beine. Inzwischen kann sie wieder laufen, schwimmen und sogar tanzen. Kürzlich ist sie zum ersten Mal allein verreist. Nach Italien. Sie hofft, bald stabil genug für eine Berufsausbildung zu sein. Inzwischen genießt sie jeden Tag, genießt es, daß sie ihre Hände und Beine wieder gebrauchen kann und viele gute Freunde gefunden hat. Manchmal fragt sie sich sogar, ob sie wirklich MS hat. Auf jeden Fall versteht sie heute ihre Symptome als lebenswichtigen Wink des Schicksals, endlich die seelische Kränkung aufzuarbeiten.

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"Gedanken zu Heilung und Heilwerden"
Gert Mathiesen, DMSG Beratungsstelle Mittelfranken, Kontakt Juni 1999

Im Vorfeld einer MS-Erkrankung werden beunruhigende Ausfallerscheinungen im Bereich der Motorik, wie Stolpern, Fallenlassen von Gegenständen, wechselnde Mißempfindungen oder Schmerzen, Einschränkungen des Gesichtsfeldes oder des Sehvermögens, Nachlassen der Konzentrations- und Merkfähigkeit, Müdigkeit und Erschöpfung als bedrohliche Anzeichen erlebt, die nach ärztlicher Hilfe verlangen. Stellt der Arzt die Diagnose MS, werden damit Zukunftsängste wach, von mehr oder weniger schweren Behinderungen angefangen bis zur Zerstörung aller bisherigen Lebensperspektiven. Nicht nur dem Betroffenen, auch den Angehörigen und allen, die mit ihm zu tun haben, wird hierbei ein seelischer Spagat zwischen dem gegenwärtigen meist noch gutem Zustand und der nicht voraussehbaren, angstmachenden Zukunft abverlangt. In dieser bedrängenden Situation sind alle Kräfte darauf ausgerichtet, diese Entwicklung aufzuhalten. Die Angst, die dabei erlebt wird, führt entweder zur Verdrängung oder beeinträchtigt den Betroffenen in seiner Lebensbewältigung. Er verfügt nicht mehr über die Kräfte, die er jetzt dringend braucht. Die Angst kann jedoch auch als Motor genutzt werden, um das ganze Potential auszuschöpfen, das dem Menschen als körperlich-geistig-seelischem Wesen zur Verfügung steht.

Zunächst steht das Bedürfnis nach Orientierung im Vordergrund. Nach dem Gespräch mit dem Arzt sind meist noch Fragen offen wie: was geht in meinem Körper vor, welche weiteren Möglichkeiten gibt es, auf die Erkrankung Einfluß zu nehmen, wie sind alternative Behandlungsverfahren einzuschätzen?

Eine weitere wichtige Frage am Anfang der Erkrankung lautet: kann ich selbst etwas zu meiner Gesundheit beitragen? Mit dieser Frage bringt der Patient seine Eigenkräfte ins Spiel. Dies ist eine große Chance, von dem fatalistischen Bild, das der Neuerkrankte nach einer ersten Information über Art und Verlauf der Erkrankung in sich trägt, abzurücken. Meist sind diese Zukunftsängste überzogen und nehmen dem Betroffenen die Energie, die er dringend braucht, um sich realistisch mit den gegenwärtigen Aufgaben auseinanderzusetzen. Dazu ist ein Hinfinden zu seinen gegenwärtigen Fähigkeiten und Kräften erforderlich. Das von Simonton und Bernie Siegel angesprochene "Prinzip Hoffnung" hat unmittelbare Auswirkungen auf den Zellstoffwechsel, die Ausschüttung von Hormonen, Botenstoffen und damit auf das Immunsystem. Frauke Teegen, Psychotherapeutin aus der Uni Hamburg, beschreibt dies eindrücklich in ihrem Buch "Körperbotschaften". Die Aktivität des Körpers mit all seinen Funktionen und damit das, was oft mit dem allgemein gehaltenen Begriff "Selbstheilungskräfte" bezeichnet wird, hängt unmittelbar davon ab, ob der Mensch eine Perspektive hat, "motiviert" ist. Geht man mit dem Patienten ein Stück weiter und kommt auf seine Lebensumstände zu sprechen, wird die energetische Struktur deutlich, die bei ihm wirksam ist.

Ein Beispiel: Eine junge, sehr leistungsfähige Frau hat viel Erfolg im Beruf. Sie nimmt sich oft abends Arbeit nach Hause, um alles zu schaffen. Sie ist alleinerziehend und hat für ihre zwei Kinder zu sorgen, für die sie sich hauptsächlich am Wochenende Zeit nimmt, obwohl sie oft müde ist und es Überwindung kostet. Ihr Ehemann hat vor einigen Jahren Selbstmord begangen. Eine zweite Partnerschaft ist zerbrochen. Die Spannungen zu ihren Eltern und Geschwistern sind so groß geworden, daß sie die Beziehung zu ihnen abgebrochen hat. Dies alles hat sie bisher bewundernswert gemeistert. Sie war so durch die alltäglichen Anforderungen gefordert, daß kein Platz blieb für Gefühle der Trauer oder der Schwäche. Und jetzt die Diagnose MS. Der Druck, der auf ihr lastet und den sie nach außen nicht zeigen will, erreicht dadurch einen Höhepunkt. Sie sieht keinen anderen Weg, als ihr Bemühen, mit der Situation fertigzuwerden, noch zu verstärken. Hinzu kommt, daß jetzt deutlich wird, daß ihr Sohn antriebslos ist und ihre Tochter beginnt, eigene Wege zu gehen. Die Wende ist, jetzt den Blick nach innen zu richten, die Signale des Körpers zu beachten und sich selbst zu fragen, was er braucht. Es muß eine Lösung für die eminente Belastung durch Beruf, Haushalt und Erziehung, verstärkt durch das Verbergenwollen der MS-Symptome gefunden werden.

Dazu ist es notwendig, daß sich die Betroffene von den übersteigerten Erwartungen an sich selbst, allen Anforderungen genügen zu wollen, verabschiedet. Durch das Gespräch wird deutlich, wie wichtig es ist, sich Zeit für sich selbst und seine Gefühle zu lassen. Bis jetzt hat sie die Erlebnisse der letzten Jahre ohne eine Träne weggesteckt. Ohne an die nicht gelebte Trauer und Verzweiflung heranzukommen, kann sie auch keine Freude empfinden und leidet zunehmend an Erschöpfung.

Auf der nächst tieferen Ebene wird in der Beratung die Frage zu bearbeiten sein, wie sich die Verzeiflung ihres ersten Mannes, der nicht weiterleben wollte, auf das energetische Gleichgewicht der Familienmitglieder und damit auch auf die Kinder und auf ihre Stellung zur Mutter auswirkt. Was lähmt den Sohn und was läßt die Tochter aus dem Haus tendieren? Was verbindet die Mutter mit dem Geschehen um den Selbstmord des Ehemannes und wie hat sich dieser auf die Position des zweiten Partners innerhalb der Familie ausgewirkt?

Eine Lösung der an diese Erlebnisse gebundenen Kräfte kann bis zu einem gewissen Grad auch Starre oder Taubheit im Körper lösen. Wenn sie den Rücken frei hat, kann sie wieder nach vorne schauen und spielerisch und liebevoller mit den Möglichkeiten umgehen, die sie in Zukunft erwarten. Gefühle zulassen und ihren Raum geben führt zu einer neuen Sicht, einem neuen Erleben des eigenen Selbst. Dies erlaubt, sich anders im Leben zu bewegen. Durch eine größer werdende innere Beweglichkeit wird oft erst spürbar, wo im Körper ein altes Festhalten, eine Verkrampfung sitzt, die nicht bemerkt wurde, weil sie von Kindheit an gewohnt war. Auf diese Weise wird das Zusammenspiel von äußerer und innerer Beweglichkeit deutlich, das sich in Lebensmustern niederschlägt. Mit dem Erweitern dieser Bewegungsspielräume arbeiten die verschiedenen Formen von Psychotherapie, aber auch Feldenkraisübungen, die Atempädagogik, die SOWI-Methode, verschiedene Körpertherapien, Yoga oder, wieder auf eine andere Weise, die Cranio-Sacral-Therapie. Alle diese Vorgehensweisen haben immer auch eine Sensibilisierung für die seelischen Zusammenhänge zum Ziel.

Es kommt also zu den äußeren Heilweisen wie Medikamenten und Bewegungstherapie, auf die sich unsere Hoffnung als erstes richtet, das innere Heilwerden, dem wir uns nur im Kontakt mit dem eigenen Selbst und dem großen inneren Wesen nähern können, das weit über unser Selbst hinausreicht. Diese innere Stimme, der Heiler in uns, ist das Gespür, die Intuition, in dieser oder jener Richtung zu handeln, unabhängig von verstandesmäßigen Überlegungen und Erwartungen unserer Umgebung. Wir tanzen dann "den Tanz des Lebens ohne Netz" (Dr. Theodor Seifert in "Transpersonale Psychologie und Psychotherapie 1/97"). Dieses Loslassen der von Kindheit an eingeübten und gewohnten Anpassung an die Erwartungen und Forderungen von Menschen und Institutionen ist zunächst sehr verunsichernd, führt aber zu unserer eigentlichen Bestimmung und damit zu der inneren Sicherheit, die uns geschenkt wird, wenn wir in unserem Wesenskern ruhen. Wir sind es gewohnt, andere Menschen oder die mißlichen Umstände, in denen wir leben, für unser Schicksal verantwortlich zu machen. Aber erst, wenn wir lernen, die Verantwortung dafür selbst zu übernehmen und das Böse und Dunkle um und in uns, das wir entrüstet von uns weisen und moralisch ausgrenzen, als Eigenschaften in uns selbst zu entdecken, von denen wir nichts wissen wollen, können wir unser ganzes Selbst akzeptieren und es liebend annehmen.

Auch Krankheit gehört zu unseren Schattenseiten. Wie schwer fällt es, den Rat des Arztes zu befolgen, die Krankheit anzunehmen und mit ihr zu leben. Hat sich nicht jeder gefragt: "Wie soll ich das bloß fertigbringen? Wie soll ich das, was mein Leben zerstört, annehmen können?" Das ist in der Tat nicht möglich. Erst wenn wir entdecken, daß Krankheit oft die Sprache unseres gequälten Körpers ist, der uns damit wertvolle Fingerzeige geben will, können wir hinter dem äußeren Leid unser inneres Leid entdecken und auf diese Weise Zugang zu unserer verschütteten Lebendigkeit finden.

Von der medizinischen Heilung erwarten wir, daß sie uns etwas abnimmt, das Leben leichter macht. Heilwerden im Sinne des Einswerden mit dem, wie wir gemeint sind, setzt voraus, sich dem Leben zu stellen, die Wahrnehmung zu schärfen, Verantwortung für das eigene Leben und die eigene Befindlichkeit zu übernehmen, Entscheidungen zu treffen, Altes hinter sich zu lassen, Neues unerschrocken anzugehen, von dem wir spüren, daß es jetzt notwendig ist und Frustrationen zu ertragen.

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"Reiki - universale Lebensenergie"
Bodo Baginski

Dr. Bach sagt: Krankheit ist weder Grausamkeit noch Strafe, sondern einzig und allein ein Korrektiv, ein Werkzeug, dessen sich unsere Seele bedient, um uns auf unsere Fehler hinzuweisen, um uns vor noch größeren Irrtümern zurückzuhalten, um uns daran zu hindern, mehr Schaden anzurichten und uns auf den Weg der Wahrheit und des Lichts zurückzubringen.

Prof. Kurt Tepperwein sagt: Unser Körper, ja unser ganzes Leben ist nichts anderes, als ein genaues Spiegelbild unserer geistigen Situation, denn es ist der Geist, der den Körper formt und unser Schicksal bestimmt.

Hermann Hesse sagt: Unglück wird zum Glück, wenn man es bejaht.

MS: Die MS entsteht oft durch den Versuch, alles ständig unter Kontrolle zu haben. Hier spielt nun Dein Körper nicht mehr mit und will Dir den Hinweis geben, von Deinem eisernen Willen und Deiner Unbeugsamkeit loszulassen. Wahrscheinlich haben sich auch Dein Geist und Dein Herz im innersten verhärtet. So fließe freudig und freiwillig mit dem Fluß des Lebens. Gib Deine Herrschaft und Kontrolle auf, entspanne Dich und lasse los, ganz und gar! Habe Vertrauen zu der inneren Führung in Deinem Leben und überlasse Dich ihr.

"Autobiographie in 5 Kapiteln"
Das Tibetische Buch vom Leben und vom Sterben

Reflexion kann uns langsam zur Weisheit bringen. Wir können lernen, zu erkennen, wie wir immer wieder, in feste, sich wiederholende Verhaltensmuster verfallen, und wir können beginnen, uns nach dem Ausweg zu sehnen. Natürlich kann es passieren, dass wir wieder und wieder in unsere Gewohnheiten zurückfallen, aber wir können uns auch langsam von ihnen lösen und uns ändern. Das folgende Gedicht geht uns alle an.

1. Ich gehe die Straße entlang.
Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.
Ich falle hinein.
Ich bin verloren...
Ich bin ohne Hoffnung.
Es ist nicht meine Schuld.
Es dauert endlos, wieder herauszukommen.

2. Ich gehe dieselbe Straße entlang.
Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.
Ich tue so, als sähe ich es nicht.
Ich falle wieder hinein.
Ich kann nicht glauben, schon wieder am gleichen Ort zu sein.
Aber es ist nicht meine Schuld.
Immer noch dauert es sehr lange, herauszukommen.

3. Ich gehe dieselbe Straße entlang.
Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.
Ich sehe es.
Ich falle immer noch hinein ... aus Gewohnheit.
Meine Augen sind offen.
Ich weiß, wo ich bin.
Es ist meine eigene Schuld.
Ich komme sofort heraus.

4. Ich gehe dieselbe Straße entlang.
Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.
Ich gehe darum herum.

5. Ich gehe eine andere Straße.

Texte aus einem Ordner über NLP (Neuro-linguistisches-Programmieren)


Heilung: Wenn man von Heilung spricht, schließt man also die Art und Weise ein, wie man lebt, wieviel Zeit auch immer einem bleiben mag. Manchmal impliziert dies auch Linderung von Symptomen, aber immer schließt es die Bedingungen ein, unter denen man lebt. Man heilt nicht von etwas, vor dem man Angst hat, man heilt in Richtung auf etwas, was man sich intensiv wünscht. Heilung besteht darauf, daß du alles einer genauen Prüfung unterziehst - alle Gewohnheiten, Vorstellungen, Überzeugungen, Werte, Leidenschaften, Hemmungen, Meinungen - bis du das findest, was im innersten Kern die meiste Wahrheit besitzt, und alles andere ad acta legst. Heilung verlangt, daß du deine Fragen so lange nährst, bis du entdeckst, wie du die Art von Umgebung schaffen kannst, die dich fähig macht, von Tag zu Tag in Integrität mit dir selbst und der Welt zu leben. "Kurieren" impliziert eine spezielle Behandlung für eine bestimmte Krankheit. "Heilung" dagegen verweist auf eine sehr persönliche Medizin, die man nur selbst erfahren kann. Dies ist kein linearer Prozeß, und so werden Fragen nicht direkt beantwortet, sondern auf indirekte Weise - Bilder tauchen auf, Einsichten schießen hoch, auf unvorhersehbare Weise. Es gibt kein bekanntes Rezept dafür außer dem folgenden: Du mußt dich Schritt für Schritt von allem befreien, was dir nicht dabei hilft, das Leben zu erschaffen, für das du geboren wurdest - mit Sensibilität und wilder Entschlossenheit.

Heilung ist das Umarmen dessen, was man am meisten fürchtet;
Heilung ist das Öffnen dessen, was verschlossen war,
das Weichwerden dessen, was zur Blockade verhärtet war.
Heilung besteht darin, zu lernen, dem Leben zu vertrauen.
- Jeanne Achterberg -

Heilen bedeutet, mit Liebe zu berühren, was wir zuerst mit Angst berührten.
- Stephen Levine -

Meditation mit folgenden Fragen: Was bedeutet Heilung für meinen Körper genau jetzt? Was bedeutet Heilung für mein Herz genau jetzt? Was bedeutet Heilung für meine Seele genau jetzt?

Betrachte 5 Personen, die dich frustrieren und ärgern in der Vergangenheit oder gegenwärtig. Menschen, mit denen man die meisten Probleme hat. Schreibe 3 Eigenschaften, Handlungs- oder Verhaltensweisen auf, die dich besonders stören. Frage dich:

Gibt es einen Teil in dir, der ebenso handelt? Gibt es einen Teil in dir, der dieses Verhalten irgendwie bewundert? Gibt es irgendetwas an diesem Verhalten, das "richtig" sein könnte? Gibt es einen Teil in dir, der sich auch insgeheim so verhalten möchte, sich aber nicht traut?

Aus: "Die Versöhnung mit dem inneren Feind" D. Markova

10 Hinweise darauf, daß Sie gesund sind:

1. eine bewußte Wahrnehmung und Wertschätzung des eigenen Selbst.
2. die Tendenz, sich täglich etwas Zeit zum Entspannen oder Meditieren zu nehmen.
3. die Fähigkeit, enge Beziehungen zu pflegen und aufrecht zu erhalten.
4. die Tendenz, sich an veränderte Lebensbedingungen anzupassen.
5. ein chronisches Verlangen nach körperlicher Betätigung.
6. plötzliche und chronische Lachanfälle.
7. der unwiderstehliche Drang, sich zu freuen und Spaß zu haben.
8. wiederholte Anfälle von Hoffnung und Optimismus.
9. ein chronisches Bedürfnis, sich um seinen Körper zu kümmern.
10. wiederholtes Zurückweisen von Sorgen.

Höhepunkte im Leben und das Gefühl, die Grenzen der eigenen Person zu überschreiten sind ebenfalls diagnostische Hinweise darauf, daß Sie gesund sind. Doch eine Warnung: Zeigen sich bei Ihnen 6 oder mehr der genannten Symptome, laufen Sie Gefahr, VÖLLIG gesund zu sein...

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"Auch du kannst dich heilen"
Norman Shealy und Caroline Myss

Shealy (Arzt): ... Interessant ist auch Edgar Caydes Aussage, daß der MS-Kranke "sich selbst begegnet". Er glaubte, man bezahle sozusagen eine Strafe für unbarmherziges und selbstsüchtiges Verhalten in einem früheren Leben. Die meisten Ärzte, die einen Kreis von MS-Patienten betreuen, stellen bestimmte Verhaltensweisen bei ihren Klienten fest. Personen, die MS entwickeln, scheinen sehr viel unterdrückten Ärger mit sich herumzutragen. Häufig neigen diese Patienten dazu, im gesellschaftlichen Umgang höflich und zuvorkommend zu sein, während sie zugleich erhebliche Probleme haben, weil sie gegen eines ihrer Familienmitgleider, gewöhnlich gegen einen Elternteil, einen Groll hegen und sich dem Betreffenden gegenüber versteckt aggressiv verhalten. Aufschlußreich ist die Tatsache, daß sich MS-Patienten nach Ausbruch der Krankheit vielfach unreif und kindisch benehmen. Sie machen sich von ihrem jeweiligen Betreuer ziemlich abhängig. In vielen Fällen hat sich die Pflegeperson, der die Aufgabe zufällt, für den MS-Kranken zu sorgen, schon früher sehr unterstützend verhalten. ... Natürlich sind obige Aussagen Verallgemeinerungen. Es gibt mit Sicherheit Fälle, die deutlich von dem gezeichneten Bild abweichen. ....

Myss (Hellsichtige): In den meisten Fällen entsteht MS als Folge von aufgestautem Unmut, Groll und Angst, weil der Erkrankte meint, auf die Anforderungen des Lebens als Erwachsener nicht genügend vorbereitet worden zu sein. Ein wesentliches Problem des MS-Gefährdeten ist die Abhängigkeit (Anm. von mir: sh. auch die Ausführungen der Stiftung Lebensnerv), genauer gesagt, er hat seine kindliche Abhängigkeitsphase noch nicht überwunden und fühlt sich von der Vorstellung überfordert, für sein Leben Verantwortung übernehmen zu müssen.

MS kann im Leben eines Menschen jederzeit ausbrechen, d.h., sie muss nicht notwendigerweise mit Beginn des Erwachsenenalters auftreten, was man aus obiger Darstellung folgern könnte. Diese Krankheit entwickelt sich, wenn bestimmte psychische Voraussetzungen gegeben sind. Normalerweise erlebt der Patient eine Situation, die ihm größere Verantwortung abverlangt, und gleichzeitig leidet er unter einem Minderwertigkeitsgefühl, das viel stärker als eine gewöhnliche Unsicherheit ist. Aus meiner Sicht fühlt sich der MS-Gefährdete durch die erschwerte äußerliche Lage veranlasst, sich in seine kindliche Gefühlswelt zu flüchten, wodurch sämtliche ungelösten Gefühle von Abhängigkeit und Minderwertigkeit in ihm entfesselt werden. Der Erwachsene muß sich mit seinem "inneren Kind" auseinandersetzen. Der Erwachsene nimmt dem Kindanteil seine Unreife und kindlichen Ängste übel und beginnt mit der Autoaggression. Der MS-Patient wiederholt nunmehr die in der Kindheit erfahrene Vernachlässigung, indem er sich selbst zur Zielscheibe seiner Vernachlässigung und seiner Wut macht.

Norman hat bereits darauf hingewiesen, daß nicht grundsätzlich bei jeder MS-Erkrankung das Verhaltensmuster des Grolls wegen Vernachlässigung in der Kindheit vorhanden sein muss. Allerdings habe ich bei allen MS-Patienten, denen ich begegnet bin, eine ausgesprochene Angst vor Verantwortung, die das Erwachsenenleben mit sich bringt, feststellen können. Auch wenn sie in ihrer Kindheit viel Beistand erhalten haben, leiden sie unter starken Minderwertigkeitsgefühlen.

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"Was die Seele mit dem Rücken macht"
Michael Prang, DAK-Magazin 4/01

Schon unsere Großeltern wußten: Eine verzagte Seele macht krank, eine glückliche verhilft zu Gesundheit. Das gilt besonders für die Wirbelsäule. Wir sagen Ihnen, wie die Psyche auf den Rücken wirkt.

Neun von zehn Erwachsenen haben mindestens einmal in ihrem Leben Beschwerden im Rücken. Doch nur bei rund 10 Prozet verbergen sich ernste Ursachen wie Infektionen, Tumore oder schadhafte Nervenwurzeln dahinter. Meist sind Rückenschmerzen harmloser Natur und lassen binnen weniger Tage von alleine wieder nach.

Die häufigsten Ursachen für Rückenschmerzen sind Bewegungsmangel, Haltungsschwäche und Fehlbelastungen durch Arbeit oder Sport. Kaum seltener spielen aber auch seelische Konflikte eine Rolle. Wer - aus welchem Grund auch immer - über lange Zeit gramgebeugt und mit eingezogenen Schultern durchs Leben geht, muß mit Rückenschmerzen als Folge dieser Fehlhaltung rechnen. Oft hört man derart Betroffene klagen, daß ihnen etwas "das Rückrat gebrochen habe" oder sie unter einer "Last beinahe zusammenbrechen" würden.

Spiegelbild der Seele

Schon in unserer Alltagssprache finden sich zahlreiche Redewendungen, die ausdrücken, wie eng Körper und Seele verbunden sind. So erklären wir uns etwa den häufigen Gang aufs WC mit "Schiß vor der Prüfung", finden etwas "zum Kotzen" oder sprechen vom "Rückrat, das jemandem gebrochen wurde".

Das alles ist kein Zufall: Unsere äußte Haltung etwa ist das Spiegelbild des inneren Zustandes. Die Wirbelsäule übernimmt dabei die Funktion eines zentralen Organs, das Empfindungen auch ohne Worte ausdrücken kann. So empfängt zum Beispiel der glückliche Weltmeister stolz und aufrecht seine Medaille - während der enttäuschte Verlierer die Schultern hängen läßt und zu Boden blickt. Diese Vorgänge laufen meist unbewußt ab.

Welcher Teil des Rückens Probleme bereitet, hängt unter anderem von dem Grund für die ungünstige Körperhaltung ab. Probleme mit der Bandscheibe haben ihre Ursache zum Beispiel nicht selten in einer starken Anspannung der Muskeln, bedingt etwa durch Dauerstress wegen beruflicher oder privater Überlastung. Durch den erhöhten Druck bricht schließlich der äußere Faserring der Bandscheibe auf und der innere Kern schiebt sich gegen die seitlich vorbeilaufenden Nerven vor - fertig ist der klassische Bandscheibenvorfall - solch ein "Vorfall" ist eine Warnung und eine Art Sicherheitsventil, das gefährlichen Überdruck abläßt. Im Klartext bedeutet das: Der Betroffene ist zwar außer Gefecht gesetzt - aber auch von aller Last befreit und damit vorerst vor einer noch ernsthafteren Gesundheitsgefährdung sicher. Migräne, Herzrasen, Impotenz, Asthma, Schuppenflechte und Magenschmerzen sind weitere Beispiele für typische psychosomatische Leiden.

Alarmanlage des Organismus

Die perfekte menschliche Alarmanlage heißt Psyche. Sie arbeitet schon ab Geburt, gehört sozusagen zur Serienausstattung des Menschen. Wann immer durch ungelöste Konflikte, unterdrückte Gefühle oder gestaute Aggressionen die Belastungsgrenze erreicht ist, greift sie ein - zuverlässig und wartungsfrei. Dabei hat sie das Gedächtnis eines Elefanten: Nichts gerät in Vergessenheit, höchstens werden Konflikte vorübergehend ins Unterbewußtsein verdrängt. Einmal abgetaucht, drücken sie jedoch weiter aufs Gemüt und kommen deshalb zum Beispiel als Rückenschmerz wieder zum Vorschein. Der körperliche Schmerz steht dann stellvertretend für die nicht mehr wahrgenommene seelische Pein.

Psychosomatisch ausgebildete Ärzte gehen davon aus, daß die Seele krank, aber auch gesund machen kann. Allerdings hilft in solchen Fällen eine einfache Auszeit meist nicht. Mit Tabletten ließen sich zwar die Rückenschmerzen behandeln. Doch solange der dahinter stehende Konflikt nicht aus der Welt ist, tauchen die Beschwerden immer wieder auf. Psychosomatiker betrachten deshalb nicht nur das Symptom einer Erkrankung, sondern auch die Seele des Patienten. Diese lernen in Gesprächen, sich selbst besser zu verstehen und die tieferen Ursachen ihrer Erkrankung gemeinsam mit dem Arzt zu ergründen. Die Folgen: weniger Medikamente, weniger Arztbesuche, weniger Krankenhausaufenthalte - mehr Lebensqualität.

Aktiver Patient

Natürlich steckt nicht hinter jedem Rückenschmerz ein unverarbeiteter seelischer Konflikt und in den meisten Fällen entkrampft schon ein heißes Bad die verspannten Muskeln und lindert so den Schmerz. Zur weiteren Entlastung sollte man die Beine kurzfristig hoch lagern (Hüfte, Ober- und Unterschenkel jeweils im rechten Winkel zueinander). Bettruhe und Schonung sind aber nur in den ersten Tagen hilfreich.

Wichtig ist dagegen, so schnell wie möglich wieder körperlich aktiv zu werden. Wenn dies schwierig ist, können einfache Schmerzmittel helfen. Treten Rückenschmerzen jedoch immer wieder auf oder halten sie mehrere Wochen an, wächst das Risiko, daß sie chronisch werden. Spätestens dann müssen die Ursachen von Experten abgeklärt werden. Denn dann wirken meist biologische, psychische und soziale Faktoren zusammen und beeinflussen sich gegenseitig. Entzündungshemmende und muskelentspannende Medikamente sowie krankengymnastische Bewegungsübungen sind in solchen Fällen wichtig, aber nur eine Säule der Therapie. Darüber hinaus sind dann psychologisch-verhaltentsmedizinische Strategien, z. B. gezielte Entspannungsübungen bis hin zur Psychotherapie, erforderlich. Sprechen Sie deshalb Ihren Arzt gezielt darauf an, wenn Sie glauben, daß Ihr Rückenproblem psychosomatische Ursachen haben könnte. Er wird Sie ggf. an einen Spezialisten überweisen oder weitere Schritte veranlassen.

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"Wenn die Seele den Rücken krank macht"
Ärger, Stress und Traurigkeit verkrampfen oft die Muskeln.
Chronische Rückenschmerzen sind deshalb durchaus ein Fall für den Psychologen.
Artikel aus der "Gong", November 2004

Zwar nochmal ein Artikel über Rückenschmerzen, aber ich denke, die Themen sind bei Krankheiten generell fast die gleichen - Verhaltensmuster, Umgang mit Stress etc.

Der Mensch und sein Rücken - eine endlose Geschichte. 4 von 5 Deutschen klagen über das Kreuz mit dem Kreuz. Viele wandern von Arzt zu Arzt und müssen zum Schmerz noch die Diagnose verkraften, dass es keine gibt: Ihre Probleme sind unspezifisch, eine organische Ursache ist also nicht aufzuspüren. (Da fällt mir ein, dass mir einmal eine Krankenschwester erzählte, dass oftmals junge Leute mit Bandscheibenvorfällen wegen der OP kämen. Als sie jedoch in der Narkose lagen, war der Bandscheibenvorfall nicht mehr sichtbar!) Bei den meisten Menschen kommen und gehen die Schmerzen wie eine Grippe. Doch bei etwa 35 % werden sie chronisch - das muss nicht sein, meinen Psychologen. "Wenn der Schmerz sich dauerhaft einnistet, spielen psychologische Faktoren eine entscheidende Rolle", sagt Prof. Monika Hasenbring von der Abt. f. Med. Psychologie und Med. Soziologie an der Ruhr-Universität Bochum.

Zwei Studien unter ihrer Leitung belegen, dass es typische Faktoren und Verhaltensmuster gibt, die Rückengeplagte ungebremst zu chronisch Leidenden machen. Genau dies kann man aber verhindern, wenn man die frühzeitigen Hinweise erkennt und gegensteuert. Risikofaktoren sind depressive Stimmung, anhaltende Belastungen in Beruf und Familie, ungünstige Schmerzbewältigung, oft schon in der Kindheit erlernt. Wer etwa nach einem Bandscheibenvorfall verstärkt zu einer düsteren Sicht der Dinge neigt, tendiert auch zum chronischen Schmerz. Wobei diese Patienten nicht psychiatrisch depressiv erkrankt, sondern "mild auffällig" sind. Die negative Einstellung kann natürlich von den anhaltenden Schmerzen kommen, von einschneidenden Erlebnissen wie dem Tod eines Angehörigen, von Stress im Job, in der Familie. Bei depressiver Verstimmung heizen Hormone bestimmte Schmerzrezeptoren an - der Mensch wird schmerzempfindlicher.

Der Umgang mit Schmerz prägt die typischen Verhaltensmuster. Ängstliche Schonung ist ebenso gefährlich, wie extremes Durchhalten-Wollen. Wer körperliche Aktivität vermeidet, kann Muskelschwäche begünstigen, die dann bei normaler Belastung bereits Schmerz auslöst. Der Durchhalter kann - wie auch der Bagatellisierer - Muskeln, Bänder und Gelenke überlasten und das körpereigene Schmerzgedächtnis so mobilisieren, dass die Schmerzen stärker werden. Wer für schiefe Haltung und verzerrtes Gesicht, wie der Durchhalter, belohnt wird, behält diese wortlose Kommunikation meist bei. In solchen Fällen braucht man einen Psychologen und sollte mit dem Orthopäden darüber sprechen. Eine Verhaltenstherapie - neben der medizinischen Therapie - und Entspannungstechniken können den Schmerz lindern oder löschen. Es geht darum, neue Verhaltensweisen zu lernen, einen anderen Umgang mit Schmerz. Den persönlichen Stress zu erkennen und abzubauen und neue Seiten an sich zu entdecken. Ziel ist die richtige Balance zwischen Belastung und Entlastung.

Typische Risiko-Patienten - und die Lösung. Bei welchen Menschen akute Rückenschmerzen chronisch werden, lässt sich anhand dieser Verhaltensprofile bereits frühzeitig feststellen:

Der Vermeider: Katastophisieren - Furcht/Angst - Vermeidungsverhalten - Immobilität/Depressivität - muskuläre Insuffizienz - Chronifizierung der Schmerzen
Der Durchhalter: Durchhalte-Appell - gereizte Stimmung - nonverbaler Ausdruck - Überaktivität/Depressivität - muskuläre Hyperaktivität - Chronifizierung der Schmerzen
Der Bagatellisierer: Bagatellisieren - positive Stimmung - Durchhalteverhalten - Überaktivität - muskuläre Hyperaktivität - Chronifizierung der Schmerzen
Die Lösung: Konfrontieren - flexible Be- und Entlastung - Reduktion der Schmerzen

Sanathana Sai Sanjeevini "... healing fragrances (Healing with Prayers)"

"In uns allen sind verborgene Anlagen zu bestimmten Krankheiten vorhanden, die wir ererbt haben. Gefühle lösen Stürme in uns aus, die diese verborgenen Tendenzen in uns wecken und Krankheiten verursachen. Krankheit ist die Antwort von Mutter Natur auf unsere ständigen Anstrengungen, uns selbst durch zu üppige Lebensweise (übermäßiges Wunschdenken/-erfüllung in Bezug auf Essen, Leben, Geld, etc.) zu beeinträchtigen. Krankheit ist die Weise, wie Mutter Natur uns lehrt, kürzer zu treten. In ihrem Mitgefühl warnt sie uns zunächst mit kleineren Wehwehchen, dass wir auf einen Abgrund zusteuern. Wenn wir weiterhin nicht hinhören, setzt sie uns durch ernste Erkrankung Grenzen."

Positives Denken
Text von Andreas Dalberg

Positives Denken wird teilweise negativ bewertet. Ich denke, das liegt daran, dass die Leute damit meinen, dass jemand eine negative Tatsache oder einen Umstand, einfach "rosa malt". Ich denke, positiv denken heißt, dass man die Dinge schon sieht, wie sie sind, aber dann das Beste daraus macht. Auch Rüdiger Dahlke hat dieses Thema immer wieder einmal, wenn es darum geht, dass es immer zwei Pole gibt und es nichts nützt, nur einen davon sehen zu wollen. Per e-mail bekam ich nachfolgenden Text aus einem Buch von Andreas Dalberg "Der Weg zum wahren Reiki-Meister", welcher die Thematik meines Erachtens ganz gut darlegt. Interessanterweise habe ich das getan, was er auch beschreibt - habe mich damals, während der Krankheit, ganz dem Leid und dem Schmerz hingegeben und dann festgestellt, wie eine Stärke daraus erwuchs.

Die Positivdenker sind das Pendant zu den Pessimisten. Positives Denken hat in bestimmten Lebenssituationen seine Berechtigung. Beispielsweise bei unbegründeten Ängsten, die mich in Strukturen und Mustern festhalten, die meiner Entwicklung abträglich sind. Positives Denken sollte jedoch nicht zu einer künstlichen Intensivierung und Verlängerung der Schwingung zum "positiven Pol" werden. Denn je mehr das Pendel in eine Richtung schwingt (positiver Pol), desto weiter muss es auch in die andere Richtung schwingen (negativer Pol). Und hier neigen die Menschen, die immer zwanghaft positiv denken, dazu, den negativen Pol durch ihre Gedanken in einen positiven wandeln zu wollen. Dies ist jedoch nicht möglich und führt letztendlich immer nur zu weiterer Schattenbildung. Positives Denken hat auch dann nichts in meinem Leben verloren, wenn ich etwas zu lernen habe. Schicksal, Leid und Krankheit sind Zeichen für mich, Inhalte zu lernen und sie in mein Leben zu integrieren. Befinde ich mich in so einer Situation, so sollte ich mich dem Schmerz auch vorerst hingeben, ihn leben. Zugleich sollte ich mich mit meiner Situation beschäftigen und mich fragen, worin die Ursachen hierfür liegen, was ich daraus lernen soll. Erst wenn dieser Bewusstwerdungsprozess stattgefunden hat, sollte mein Optimismus, mein positives Denken wieder einsetzen, so dass ich nun bewusst zum anderen Pol schwingen kann. Setze ich es schon vorher ein, so überdecke ich das eigentliche Problem, verdränge es. Und ich kann mir sicher sein, dass mich das Prinzip jenes Problems später noch stärker treffen wird.

Fortsetzung Literaturzitate

Versuche über den Zusammenhang von Psyche und Immunsystem

"Mut zur Heilung" Caroline Myss, Buchkommentar

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