"Natürliche MS-Therapien" von Christine Wagener-Thiele

Christine Wagener-Thiele, geboren 1962, studierte Theologie, Germanistik, Pädagogik und Psychologie. Sie erkrankte während des Examens 1986 an MS und schloß das Studium dennoch sehr gut ab. Nach Jahren mit schweren Behinderungen ist sie heute wieder symptomfrei und gesund. Sie arbeitet im Umweltschutz und im Verlagsbereich. Sie veröffentlicht Bücher zu Gesundheitsthemen und engagiert sich in der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft. Sie lebt mit ihrem Mann in München.

Inhaltsverzeichnis des Buches

Einführung mit ihrer eigenen MS-Geschichte, Was ist MS?, Ursachen der MS, Was kann die Schulmedizin? Zweiter Teil: Natürliche MS-Therapien mit Kapiteln über alternative Medizin, Ernährungsmedizin (Evers- Diät, Kousmine-Diät etc.), Westliche Naturheilkunde mit Kapiteln über Homöopathie, Kneipp-Therapie etc., Asiatische Medizin mit Kapiteln über Ayurveda und TCM etc., Dritter Teil: Wieder gesund werden mit Kapiteln über Selbstheilungskräfte, Ernährung, wohltuende Lebensweisen, heilende Natur etc. Nachfolgend stellenweise Zitate aus dem Buch.

Zusammenfassung der wichtigsten Tips der Ernährungsmedizin bei MS:

Alle Therapien empfehlen die Einschränkung von Nervengiften wie Alkohol, Zigaretten und Kaffee.

Die vielen tierischen Fette in unserer Ernährung schaden den Körperzellen. Sie verfetten die Körperzellen, treiben den Cholesterinspiegel in die Höhe, fördern Herzkrankheiten und schädigen das Nervensystem.

Menschen mit MS profitieren deshalb von einer möglichst fleisch- und fettarmen Ernährung mit vielen Vollkornprodukten sowie frischem Obst, Rohkost, Salaten und Gemüsen.

Zum Zellschutz und zur Regenerierung der Nerven tragen ungesättigte Fettsäuren bei, wie z. B. in Olivenöl oder Sonnenblumenöl.

Frischer Fisch enthält tierische, hoch ungesättigte Omega-3-Fettsäuren und ist deshalb ein wichtiger Baustein der Ernährung bei MS.

Viele MS-Diäten empfehlen zusätzlich ein gutes, hoch dosiertes Vitamin- und Mineralpräparat, das die Vitamine A, C und E sowie Magnesium, Kalzium, Selen und Zink enthält.

Mehrere Diäten empfehlen die ergänzende Einnahme von Fischölkapseln oder Nachtkerzenölkapseln.

Fast alle Therapien empfehlen zusätzlich zur Diät viel frische Luft, Ruhe, Erholung, Wasseranwendungen und wohl dosiertes Sonnenlicht.

Wohltuende Lebensweisen entwickeln, der Weg zu mehr Freude und Wohlbefinden.

Schädliche Lebensweisen: Angst und Unbeweglichkeit

großes Bedürfnis nach Kontrolle, Ordnung, Planung und Überblick; Angst vor Veränderungen und unvorhersehbaren Ereignissen; wenig Selbstvertrauen; große Zukunftsangst

großer Ehrgeiz, Perfektionismus, berufliches Karrierestreben; Rigorismus und Intoleranz ("Meine Meinung ist die einzig richtige!")

Angst vor Kontakt zu anderen Menschen; Angst vor Liebe, Vertrauen und Sich-fallen-Lassen; Probleme, Schwächen einzugestehen oder um Hilfe und Trost zu bitten; über Gefühle nicht reden können; Hemmungen bei Offenheit und Nähe

Leben nach den Erwartungsmustern der Umwelt oder von Angehörigen; Versuch, die Erwartungen anderer Menschen zu erfüllen; Vernachlässigen der eigenen Lebenswünsche; Unselbständigkeit; das Gefühl, daß dies noch nicht das richtige Leben ist und das wahre Leben erst kommt.

wohltuende Lebensweisen: Gelassenheit und Flexibilität

Selbstvertrauen und Vertrauen in die eigene Zukunft: "Ich schaffe es!" und "Ich werde mit allem fertig!"; Flexibilität und Gelassenheit; Optimismus und Neugier; Veränderungen als Chancen sehen

Ruhe und Entspannung suchen; Gelassenheit entwickeln ("mal fünfe grade sein lassen"); Toleranz üben, andere Meinungen gelten lassen

Liebe und Unterstützung suchen und geben; belastende Beziehungen lösen oder auf Abstand halten; um Hilfe und Trost bitten können, Vertrauen zu anderen haben; über Gefühle und Ängste reden können; Nähe zulassen und genießen können

Das eigene Leben leben lernen; Leben nach eigenen Wünschen und Zielen; NEIN sagen können zu den Erwartungen anderer; Selbständigkeit; sich etwas Schönes gönnen und es genießen; das eigene Leben jeden Tag bewußt erfahren; dem Leben einen Sinn geben

Wie Sie mehr Selbstvertrauen gewinnen

Nehmen Sie sich jeden Tag 10 Minuten für sich selbst. Meditieren Sie, atmen Sie tief durch, denken Sie an Ihren starken mutigen Kern, dem das Leben Freude macht und der keine Lust zum Leiden hat. Überlegen Sie immer wieder, ob Ihr Leben in "Richtung Gesundheit" und "Richtung Freude" verläuft.

Streichen Sie Sätze wie "Das kann ich nicht!" oder "Das ist unheilbar" oder "Das geht nicht mehr weg" aus Ihrem Wortschatz. Wenn Sie in eine Situation kommen, in der Sie der Mut verläßt, sagen Sie sich ganz bewußt: "Ich schaffe es!" - "Es wird wieder besser!"

Machen Sie ab und zu Dinge, die Sie sich wünschen: einen Stadtbummel ohne die Familie, ein paar Tage Urlaub ganz alleine, einmal ganz lang ausschlafen... Denken Sie mal nicht an Ihre Kinder, Ihre Familie, Ihren Job. Werden Sie ein Egoist. Wenigstens manchmal.

Wenn in Ihrem Leben eine unangenehme Situation entstanden ist, versuchen Sie sie möglichst rasch zu lösen. Sie müssen dauernd Überstunden machen? Ihre Schwiegermutter mischt sich in Ihren Haushalt ein? Seien Sie mutig! Organisieren Sie die Sache so, wie es Ihnen gut tut! Setzen Sie Grenzen! Sie sind ein erwachsener Mensch. Es gibt keinen Grund, schweigend zu leiden. Für alles gibt es Lösungen.

Suchen Sie Kontakt zu Menschen, die völlig anders leben als Sie selbst; mit anderen Berufen, aus fremden Ländern, mit anderen Religionen, Menschen mit ungewöhnlichen, mutigen gesellschaftlichen Überzeugungen. Solche Kontakte sind eine große Erweiterung des eigenen Horizonts, weil wir dann sehen: "Es ist auch möglich, völlig anders zu leben, als ich jetzt!"

Hören Sie auf, sich um die Zukunft zu sorgen. Machen Sie einen Schritt nach dem anderen. Vertrauen Sie darauf: "Alles wird gut. Ich schaffe es - was auch immer kommt." Glauben Sie an Ihre Kraft und fördern Sie Ihr Wohlbefinden - heute. Unsere Zukunft erwächst aus dem, was wir heute tun.

Wie Sie mehr Ruhe und Entspannung finden

Egal, ob Sie berufstätig sind oder Kinder erziehen - schlafen Sie genug. Mit kleinen Kindern ist das schwierig. Trotzdem! Überlegen Sie sich eine Lösung. Ihre MS-Symptome werden nicht verschwinden, wenn Ihr Körper schon alle Kraft verbraucht, damit Sie überhaupt die Augen offen halten.

Bekommen Sie "Mut zur Lücke" und "Mut zur Faulheit"! Verabschieden Sie sich von Ihrem Perfektionismus. Lassen Sie öfter fünf gerade sein und verbringen Sie einen ruhigen Tag auf der Liege im Garten oder mit einem Buch im Sessel. Werden Sie freundlich zu sich selbst.

Bewahren Sie Ruhe und Gelassenheit. Lassen Sie sich nicht von unruhigen, zappligen Mitmenschen anstecken. Lassen Sie sich auch nicht in endlose Diskussionen verwickeln. Viel und lautes Sprechen strengt die Nerven extrem an. Bewahren Sie Ruhe und Ihre Kraft.

Gewöhnen Sie sich an, Ihre Arbeit gut zu planen und Unordnung zu vermeiden. Erledigungen auf den letzten Drücker kosten viel Nerven und aus Chaos entsteht nicht etwas wirklicht Gutes. Unordnung, ob in der Küche, in der Wohnung oder im Büro, kostet Sie viel Kraft und wertvolle Zeit, die mit Suchen und Wegräumen vertan wird.

Wenn Sie längere Stresszeiten vor sich haben (Prüfungen, Familienzuwachs, Umzug u.a.), denken Sie an Ihre Gesundheitsbalance und planen Sie bereits vorher entsprechende Erholungsmöglichkeiten mit ein (Urlaub, verlängertes Wochenende, Haushaltshilfe). Gute Vorsorge ist besser als unnötige Tapferkeit, Überanstrengung oder ein Schub. Arbeiten Sie nicht viel, sondern clever.

Wenn Sie MS haben und kleine Kinder haben, brauchen Sie Unterstützung - besonders, wenn Sie alleinerziehend sind. Suchen Sie einen guten Kinderhort, einen Ganztagskindergarten oder eine Ganztagesschule. Sie können nur dann auf Dauer für Ihre Kinder sorgen, wenn Sie selber auf den Beinen bleiben!

Lernen Sie Gelassenheit. Müssen wir wirklich immer alles tun, was wir tun? Müssen wir unbedingt den Bus erreichen, der uns gerade vor der Nase wegfährt? Oder müssen wir noch unbedingt einkaufen fahren, um diese spezielle Sache zu holen? Wählen Sie stets die einfachste Lösung.

Lernen Sie Prioritäten zu setzen. Sagen Sie "Nein" und bleiben Sie dabei, wenn andere etwas von Ihnen wollen, was Ihnen zuviel wird. Widerstehen Sie, freundlich aber bestimmt! Es gibt einiges, was wirklich wichtig ist, aber vieles ist es nicht. Sie werden erstaunt feststellen, wie gut eine klare Haltung akzeptiert wird. Öfter ein "Nein" zu anderen ist ein neues "Ja" zu sich selbst.

Wenn Sie mitten im Trubel stecken und merken, daß Sie die Nerven verlieren, machen Sie "Stopping". Unterbrechen Sie Ihre augenblickliche Tätigkeit. Sofort. Gehen Sie in ein anderes Zimmer, machen Sie sich einen Tee. Atmen Sie tief in Ihren Bauch - den Ruhepunkt des Körpers. Das hilft Ihnen dabei, sich zu konzentrieren (= in der Mitte zu sammeln). Nach einer Unterbrechung können Sie mit neuem Mut an die Arbeit gehen.

Wie Sie die Liebe und Unterstützung bekommen, die Sie brauchen

Suchen Sie engen Kontakt zu Menschen, die Ihnen Liebe, Kraft und Optimismus vermitteln. Und seien Sie selber eine Quelle der Liebe für andere. Gemeinsames Leben beruht auf Gegenseitigkeit.

Lernen Sie, Ihren Wunsch nach Hilfe klar und rechtzeitig zu äußern. Für Ihre Mitmenschen ist es sehr schwer, sich die Probleme mit MS vorzustellen, und sie können nicht Gedanken lesen. Sagen Sie liebevoll und klar, was Sie brauchen - dann bekommen Sie es auch.

Holen Sie sich den größten Teil der Unterstützung außerhalb der Familie. Ihr Partner ist keine Putzhilfe und Ihre Kindern sind keine Laufburschen. Wenn Sie berufstätig sind oder Kinder erziehen, brauchen Sie wahrscheinlich eine Putzhilfe sowie einen Kinderhort oder eine Ganztagesschule. Vermeiden Sie übergroße Hilfe von Eltern und Schwiegereltern, damit Sie Ihre Eigenständigkeit bewahren.

Suchen Sie sich eine Selbsthilfegruppe, um über Ihre MS, Ihre Gefühle und Ihre Ängste reden zu können. So wichtig es ist, gelegentlich auch mit Ihrem Partner über MS zu reden - allzu oft sollte es nicht sein. Die MS sollte nicht der Mittelpunkt Ihrer Ehe oder Ihrer Familie werden.

Lernen Sie, das Leben mit Freude und Optimismus zu betrachten. Das ist nicht leicht bei einer Krankheit wie MS. Und trotzdem! Wir leben alle nur einmal. Jedes Leben hat seine besonderen Aufgaben und Herausforderungen. Machen wir das Beste daraus!

Wie Sie immer mehr Ihr eigenes Leben leben

Machen Sie sich klar, daß Sie erwachsen sind und daß Ihre Kindheit, Ihre Eltern oder Ihr Partner nicht länger die Entschuldigung für ungelebte Wünsche oder gar für die Krankheit MS sein können. Sie selber sind verantwortlich für das, was Sie aus Ihrem Leben machen - auch bei MS.

Legen Sie großen Wert auf Ihr eigenes, persönliches Leben. Behalten Sie Ihre Ziele im Blick. Wenn es Familienangehörige gibt, die Sie zu sehr behüten und bevormunden, suchen Sie eine Lösung, vielleicht sogar durch den Wechsel der Wohnung oder des Wohnortes.

Haben Sie keine Angst vor Lebensveränderungen, vor neuen Erfahrungen und vor der Verwirklichung Ihrer Träume. Auch mit MS können Sie studieren, sich einen guten Beruf suchen, den Job wechseln, eine neue Wohnung finden, einen Partner gewinnen, heiraten, Kinder bekommen. MS ist kein Hindernis, keine Entschuldigung und auch keine Ausrede. Wagen Sie es!

Setzen Sie sich erreichbare positive Ziele, glauben Sie fest daran und arbeiten Sie darauf hin. Ein eigenes Zimmer, eine eigene Wohnung oder eine neue Arbeit können sehr erfolgreiche Wege zur Freiheit sein. Jeder noch so kleine Schritt hin zu Ihrem eigenen Leben ist ein Schritt hin zu Ihrer Gesundheit.

"Natürliche MS-Therapien" Christine Wagener-Thiele, ISBN 3-612-20670-2, DM 14,90

"Wieder gesund werden? - aus einem Vortrag von Christine Wagener-Thiele, "Kontakt" 2/2003

Als ich 25 war, war ich ein Jahr lang fast gelähmt. Die Arme waren schwer, die Beine lahm. Mir war ständig schwindelig und übel. Ich schob mich wackelnd und heulend die Wände entlang. Zwei Jahre später ging es mir wieder so gut, dass ich in Hamburg bei Greenpeace arbeiten konnte. Heute bin ich 40, habe seit 16 Jahren MS und bin immer noch auf den Beinen! Das ist ein Wunder, das uns allen möglich ist. An mir können Sie etwas sehen, das Hoffnung macht: Ein schwerer MS-Verlauf kann wieder zu einem leichten Verlauf werden.

Ich bekomme fast täglich Post von Leuten mit MS. Seit die erste Auflage meines Buches erschienen ist, haben mir hunderte von Leuten geschrieben. "Wieder gesund werden - geht das?" Klare Antwort: Ja, das geht! Nerven können sich wieder erholen, und die MS kann sich wieder beruhigen. Ich war zu Beginn meiner MS schon einige Male beim Neurologen, aber wir steckten fest. Das Cortison schlug kaum an. Die Arme blieben schwer, die Beine lahm. In einem der nächsten Gespräche sagte der Arzt: "Die ersten 5 Jahre sind die entscheidenden der MS. Wenn es Ihnen gelingt, Ihr Leben zu beruhigen, dann haben Sie eine Chance, dass auch die MS sich beruhigt und einen leichteren Verlauf nimmt." Das sind Worte, die mein Leben veränderten. Bisher war ich davon überzeugt: ob Hirntumor, Schlaganfall oder MS - man kann dagegen nicht viel machen. Ein Neurologe jedoch, der mir Hoffnung machte, der mir gleichzeitig sozusagen den Ball ins eigene Feld schlug, der mir sagte: "Die MS kann sich wieder beruhigen, aber diese Chance hast Du nur dann, wenn Du auch Dein Leben beruhigst", das war mir neu! Ich beschloss, wieder gesund zu werden.

Unser ganzer Körper ist eine Einheit. Ein gebrochenes Bein kann sich wieder erholen - samt Knochen, Nerven und Haut. Und Nervenzellen in Gehirn und Rückenmark können sich auch wieder erholen. Damit es mir besser geht, ist es wichtig, dass ich aktiv mitwirke. Es ist nicht genug, zu hoffen, dass der Doktor ein Wunder vom Himmel zaubert. Die entscheidende Arbeit muss ich selber tun - das ist wohl das Allerwichtigste. "Wieder-Gesund-Werden" - diese schöne Formulierung ist nicht von mir. Sie stammt von Dr. Carl Simonton. Er ist ein weltbekannter Krebsfacharzt in den USA, und einer der ersten, die begannen, diese schwere Krankheit ganzheitlich zu behandeln - mit großem Erfolg. Bei ihm fand ich die folgenden Sätze: "In ihrem Versuch, gesund zu werden, konzentrieren sich die Menschen meistens auf die Krankheit. So können sie nicht gesund werden. Man muss sich auf das Leben und die Lebensweise konzentrieren. Heilung, das heisst, mehr von dem zu tun, was Freude macht."

Gibt es eine wirksame MS-Diät? Meine Antwort: Ja, die gibt es! Ich fand eine Ernährung, die mir so gut tat, dass meine Behinderungen zurück gingen und ich wieder auf die Beine kam. Das war der erste Punkt, wo ich mein Leben in Ordnung brachte. Denn als Studentin hatte ich mich nur von dem ernährt, was gerade erreichbar war: Mensa & Miracoli. Nun las ich bei Dr. Evers: "Gehirn und Nerven funktionieren am besten, wenn wir naturbelassene frische Kost essen." Und dieses wurden meine Lieblingsworte von ihm: "Steck einen rohen Apfel in die Erde und es wächst ein kräftiger Baum empor. Dann versuch das gleiche mit Apfelmus." Das wollte ich auch: ein junger kräftiger Baum werden.

Ich habe dann zwei Jahre lang eine vegetarische Rohkost-Diät gemacht, nur frisches Obst, Rohkost und Salat gegessen. Dazu etwas Joghurt und Olivenöl, mittags Quarkmüsli, abends Vollkornbrot. Kein Fleisch, kaum tierische Fette, kein Weißmehl, nichts Gekochtes, kein Kaffee, kein Alkohol, keine Zigaretten. Erst nach zwei Jahren habe ich auch etwas Gemüse, Reis, Fisch und Hähnchen gegessen. Ich wurde immer vitaler. Und meine Behinderungen gingen ständig zurück. Je gesünder ich wurde, desto schwächer wurde meine MS. Meine "Laufzeit" erhöhte sich in diesen zwei Jahren Rohkostdiät von 2 Minuten auf 2 Stunden. Heute bin ich davon überzeugt: Wer MS hat und nicht von Beginn eine Diät hält, die die Entzündungen hemmt und die Selbstheilungskräfte stärkt, der verzichtet auf 50 % seiner Heilungschancen. Das ist inzwischen durch Professor Olaf Adam wissenschaftlich erwiesen. Meine Behinderungen verschwanden fast völlig. Ich habe in den 15 Jahren nie wieder ein neues MS-Symptom bekommen. Es haben sich auch nie wieder neue Entzündungsherde im Kernspin gezeigt. Die MS ist immer noch da, aber sie hat sich eindeutig beruhigt.

Homepage von Christine Wagener-Thiele

Interview von Christine Wagener-Thiele mit Dr. Weihe

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